Einen ordentlichen Schrecken bekam die Gemeindeverwaltung über die hohen Strom-Kosten für die Straßenbeleuchtung. Es geht um die Stromkosten für 2010, die offenbar erst jetzt aufgefallen sind. Statt 135.167 Kilowattstunden wie im Jahr 2009 stieg der Verbrauch im Jahr 2010 auf 180.371 Kilowattstunden, satte 35 Prozent mehr.
Niemand kann sich erklären, wie es zu dieser Erhöhung kommen konnte, weder an der Lampenzahl noch an den Beleuchtungszeiten hat sich wesentliches geändert. Kleinere Schwankungen wären auf Grund unterschiedlicher Dämmerlichtzeiten oder zusätzlicher Veranstaltungen, die auch nach 1 Uhr nachts Straßenbeleuchtung erfordern, zu akzeptieren, aber erklären lässt sich der Anstieg der Stromkosten dadurch nicht.
In Albersdorf gibt es 6 zentrale Zählstellen: Friedrich-Scheele-Straße, Kapellenplatz, Westerstraße, Kämpen, An der Gieselau und Hoogen Haid. Besonders hoch war der Anstieg an den Standorten An der Gieselau (3.262 auf 20.927 kWh) und Westerstraße (22.567 auf 31.937 kWh). Für 2011liegen erst die Zahlen für die Westerstraße vor, der Verbrauch blieb bei 21.231 kWh in etwa gleich hoch. In der Straße Kämpen fiel der Verbrauch jedoch von 44.392 kWh in 2010 drastisch auf 33.519 kWh in 2011. Damit ist die Verwirrung komplett.
Der Gemeinderat beschloss kurzfitige Maßnahmen zur Aufklärung:
Die Zählerstände sollen in kürzeren Abständen kontrolliert werden, am besten Monatlich, um Differenzen schneller zu erfassen.
Die Wartungsfirma soll mögliche Fehler an der Leitungsgtechnik untersuchen, in Frage kommen Erdschlüsse, die den Strom in die Erde ableiten, oder Defekte an der Einschaltautomatik.
Die Verwaltung wird die Verbrauchsdaten ab 2004 zusammenstellen, um diese mit dem Stromversorger e.on zu überprüfen und zu analysieren.
Auf alle Fälle muss die Entwicklung der Straßenbeleuchtungskosten eindeutig geklärt sein, bevor die Beleuchtung auf stromsparende LED-Technik umgestellt wird, da sich sonst die Umbaukosten nicht durch Einsparungen verifizieren lassen.
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