Biogasanlagen - ein Fluch oder ein Segen?

Sind Biogasanlagen wirklich ökologisch? Diese Frage will der Bezirksbauernverband Albersdorf-Heide mit Politikern diskutieren.
Biogasanlagen erzeugen regenerativen Strom und Wärme aus nachwachsendem Biomaterial. Ursprünglich wurden sie entwickelt, um Abfälle aus der Landwirtschaft, wie Gülle oder Festmist, zu verarbeiten, so etwa auch die Biogasanlage in Arkebek. Aber auch Abfälle aus der Lebensmittelindustrie sollten hier entsorgt werden.
De facto hat sich jedoch hauptsächlich Mais-Silage als Brennstoff durchgesetzt, da diese die größte Energieausbeute verspricht. Dies führt jedoch dazu, dass die landwirtschaftlichen Flächen zum großen Teil durch Maisanbau in Monokultur verwendet werden, was zu Lasten der Futter- und Lebensmittelproduktion und des Naturschutzes geht. Monokulturen zerstören die Artenvielfalt, lassen Kleinstlebewesen im Boden absterben und veröden die Bodenstruktur wegen der fehlenden Fruchtfolge. Deshalb hat die Landesregierung bereits im vergangenen Jahr ein Umbruchverbot für Grünland erlassen.
Ebenso wird die angeblich positive CO2-Bilanz der Biogasanlagen diskutiert. Der Aufwand für Saat, Düngung und Unkrautbekämpfung muss berücksichtigt werden, ebenso der "Mais-Tourismus", der zunehmend aufwendigere Transport vom Bauern zu entfernten Biogaslagen.
Die Vergütung für den erzeugten Strom wird im Erneuerbare-Energien-Gesetz EEG geregelt. Hier können spezielle Bonuszahlungen vorgesehen werden, um Lenkungs- und Anreizfunktionen auszuüben. Wer beispielsweise 30 % Gülle oder Landwirtschaftspflegematerial verarbeitet, wird belohnt, ebenso wenn die Abwärme zusätzlich genutzt wird.

Neue Sendeantenne auf dem Silo

T-Mobile Deutschland möchte auf einem der Seupke-Silos an der Norderstrasse eine zusätzliche UMTS-Sendeantenne errichten, um die Leistungsfähigkeit des örtlichen Mobilfunknetzes zu verbessern.
Die anliegenden Bürger könnten erfahrungsgemäß befürchten, durch die gepulste elektromagnetische Strahlung gesundheitlich beeinträchtigt zu werden. Deshalb haben der Bürgermeister Peter Mucke und der Hauptausschuss der Gemeindevertretung angeregt, die Firma T-Mobile zu einer Informationsveranstaltung einzuladen, um alle Beteiligten über solche Fragen aufzuklären.

Thomas Fannasch von T-Mobil erklärte die projektierte Sendeanlage, die im Juli oder August auf dem Seupke-Silo installiert werden soll. Die UMTS-Übertragungsleistung wird im Umkreis von rund 4 Kilometern erheblich verbessert, so werden 7,2 Megabit beim Empfang (Download) und 2 Megabit beim Senden (Upload) erreicht werden.
Zur Strahlenbelastung erklärte der Experte, dass der Sicherheitsabstand zur Antenne größer als 16,38 Meter sein soll. Da die Antenne auf dem 36 Meter hohen Silo installiert wird, ist von keiner Gefährdung auszugehen. Diverse Forschungsprogramme zur Strahlenbelastung durch die gepulsten elektromagnetischen Felder haben bislang keine schädlichen Auswirkungen auf Menschen und Umwelt festgestellt, jedoch wird diese Thematik noch weiter erforscht.
Die Installation der neuen Sendeanlage wird von der Bundesnetzagentur geprüft und mit einer Standortbescheinigung genehmigt. Weitere Genehmigungen sind nicht erforderlich, da auf dem Gebäude bereits andere Mobilfunkanlagen vorhanden sind.

Flächen für Windenergieanlagen ausgewiesen

Die Gemeindevertretung beschloss Ende 2009, eine Fläche östlich der Autobahn als Eignungsfläche für Windenergieanlagen auszuweisen. Die Fläche östlich der Autobahn, nördlich der Kreisstraße und westlich vom Wodenbüttelweg ist 60 Hektar groß. Sie ist weit genug von bebauten Flächen entfernt, um Störungen zu verursachen. Auch aus Sicht des Denkmalschutzes spricht nichts gegen eine solche Nutzung. Hier soll ein Bürgerwindpark entstehen, so der Bauausschussvorsitzende Klaus-Peter Henningsen. Das Windpotenzial ist gut hier auf der Geest, ebenso gibt es gute Voraussetzungen für die Netzeinspeisung.
Noch ist das Aufstellen der Windenergieanlagen jedoch nicht genehmigt, denn Anfang des Jahres erst wird der Kreistag vorschlagen, welche Eignungsflächen bei der Landesplanung angemeldet werden. Zur Wahl stehen weiter noch zwei nahe gelegene Gebiete in Tensbüttel-Röst und weitere Flächen in der Marsch.
Inzwischen konkretisiert sich das Projekt. So wurde die Albersdorfer Erwartungsfläche von Platz 80 auf Platz 20 eingestuft. Die Tensbüttler Flächen liegen derzeit auf Platz 39 und Platz 43. Die Röster Fläche wurde aus der Planung genommen, da sie zu nahe dem Naturschutzgebiet Riesewohld liegt.

Hilfreich für die bessere Bewertung war die Tatsache, dass für die geplanten Windparks eine Bürgerbeteiligung vorgesehen ist. Außerdem sind die Flächen durch die nahe Autobahn A23, die geplante 110 Kilovolt-Überlandleitung und Funkmasten bereits durch Emissionen vorbelastet. Die Planungsbehörde hat außerdem ihren früheren Standpunkt aufgegeben, nach dem auf der Geest keine Windenergieanlagen errichtet werden sollten.

Prüfung der Abwasserkanäle auf Dichtigkeit

Die Abwasserentsorgung Albersdorf GmbH hatte zu einer Informationsversammlung für Grundstückseigentümer der Gemeinde Albersdorf in den Dithmarsen-Park eingeladen.
Eine geplante gesetzliche Vorschrift wird bestimmen, dass jeder Hausbesitzer bis 2015 nachweisen muss, dass die Abwasserleitung von seinem Haus bis zum Straßenanschluss auf Dichtigkeit geprüft ist. Dadurch soll eine Grundwasserverschmutzung verhindert, oder, wie das Albersdorfer Klärwerk moniert, zusätzlich eindringendes Grundwasser in die Schmutzwasserleitung vermieden werden. Bislang ist gibt es die Vorschrift nur als DIN-Norm, auf eine Umsetzung in ein Landesgesetz wird jedoch noch zu warten sein.
Für die Dichtigkeitsprüfung muss jeder Hausanschluss aufwendig gespült und danach mit einer Kamera an einem kleinen Roboter gefilmt werden. Damit wäre die Dichtigkeitsprüfung dokumentiert und nachgewiesen.
Das Kieler Umweltministerium rechnet mit Kosten von ca. 500 Euro für etwa 10 Meter private Abwasserleitung, die auf den Hausbesitzer zu kommen.
Das Albersdorfer Kanalnetz entsorgt ca 1200 Hausanschlüsse. Das Klärwerk hat ein vitales Interesse an einer frühzeitigen Prüfung, da rund 230.000 Kubikmeter Schmutzwasser anfallen, obwohl nur 155.000 Kubikmeter Frischwasser geliefert worden sind. Die zusätzlichen 75.000 Kubikmeter können nur dadurch verursacht werden, dass Grundwasser in undichte Abwasserleitungen eindringt oder dass Regenwasser regelwidrig abgeleitet wird. Beide Fehler werden bei der Dichtigkeitsprüfung aufgedeckt und könnten dann beseitigt werden, um so die Abwasserbeseitigungskosten zu senken.
Die Gemeinde Albersdorf möchte dafür jedoch den Bürger entgegenkommen. Sie möchte in einer Gemeinschaftsaktion die Firma Abwasserentsorgungs GmbH (AAG) mit den Prüfungen beauftragen, um die anstehenden Prüfungen einfacher und dadurch billiger zu machen.
In dem ersten Ausschreibungsabschnitt ist die Dichtigkeitsprüfung für folgende Straßen vorgesehen: Am Kurpark, Bahnhofstraße, Oesterstraße, Querstraße, Schulstraße, Norderstraße, Kapellenplatz, Bergstraße, Friedrichstraße, Freudenthal, Westerstraße, Erholungsstraße, Mühlenstraße, Eichstraße, Brutkampsweg und Brutkamp.
Etwa 150 Hauseigentümer aus den Straßen des alten Ortskerns fanden sich zum Informationsabend im Dithmarsen-Park ein. Holger Weber von der Abwasserentsorgung erläuterte die gesetzlichen Vorgaben und plädierte, aus Kostengründen das Angebot der Gemeinde in Anspruch zu nehmen, die erforderlichen Prüfungsarbeiten in einer Gemeinschaftsaktion ausführen zu lassen, um dann die gesetzlich erforderliche Prüfungsbescheinigung zu erhalten. Das Ingenieurbüro Volker Kuhrt wird voraussichtlich im zweiten Quartal 2010 eine Auftragserteilung entgegennehmen und dann im dritten Quartal den Hauseigentümern die anfallenden Kosten mitteilen können. Die Dauer der gesamten Maßnahme gibt Weber mit vier Jahren an.












Grundstückseigentümer auf der Informationsveranstaltung











Holger Weber / Volker Kuhrt / Egon Woggan / Foto: Tießen

Freundlichkeitspreis für Firma Seupke

Der CDU-Ortsverband hatte eine Umfrage bei den Albersdorfer Bürgern initiiert, in welchem Geschäft sie am Freundlichsten bedient werden.
Den diesjährigen Freundlichkeitspreis gewann die Firma Seupke, die in der Norderstraße Futtermitteln und Gartenbedarf verkaufte. Ab 1. Januar 2010 hat die Firma ihre Verkaufsräume und das Büro in den Dithmarsen-Park verlegt.

Haushaltsloch der Gemeinde wächst bedrohlich

Bekanntlich hat die Gemeinde Albersdorf große Schulden. Im nächsten Jahr wird sich das Defizit auf 1,6 Millionen Euro fast verdoppeln. Keiner weiß, wie das Haushaltsloch gestopft werden kann. Denn die Gesamteinnahmen werden nur etwa 4,8 Millionen Euro betragen, so der Etat-Entwurf für 2010, den der Vorsitzende des Finanzausschusses Egon Woggan vorlegte.
Albersdorf ist eine so genannte Fehlbetragsgemeinde, die aus eigenen Mitteln ihren Haushalt nicht ausgleichen kann und deshalb beim Land um Finanzhilfe bittet. Aber auch das Land steht finanziell bereits am Abgrund.
Der Finanzausschuss hat alle geplanten Ein- und Ausgaben intensiv geprüft. Jedoch haben äußere Einflüsse die Situation dramatisch verschärft. Die Wirtschaftskrise hat Einbrüche bei den Steuern verursacht, so werden die Gewerbesteuer um 70 000 Euro niedriger liegen, die Einkommensteuer um 30 000 Euro und die Schlüsselzuweisungen des Landes um 110 000 Euro.
Andererseits erhöhen sich viele Ausgaben. Die Amtsumlage steigt um 46 000 Euro, was besonderen Unmut auslöste, da die Zusammenlegung der Ämter eigentlich die Kosten verringern sollten. Zusätzlich soll Albersdorf 15 000 Euro mehr Verwaltungskosten bezahlen, da für Schwimmbad, Bauhof, Bürgerhaus und Abwasser Verwaltungspersonal beschäftigt wird. Geld für notwendige Investitionen gibt es nicht.

Wichtiges!

Erste Hilfe Telefon-Nr.
Polizei 110
Polizei-Station Albersdorf
Bundespolizei in Bahnangelegenheiten
310
0461 / 14 606 606
Feuerwehr 112
Rettungsdienst, Notarzt 112
Giftnotruf Göttingen 0551 / 19 240


25767 Albersdorf - Vorwahl
Gemeinde / Bürgerbüro / Amt Mitteldithmarschen
Fax-Anschluss
email: info@mitteldithmarschen.de

Bürgermeister Peter.Mucke@mitteldithmarschen.de
Fernsprechverzeichnis Amt Mitteldithmarschen
(04835)
04832 / 9597 -0
04832 / 9597 -377 od -192
04835 / 97 97 360


Ärzte

Dr. Kay & Bettina Rupp 371
Dres. H.J. & Thomas Klink 95 195
Dr. Irmhild Jordan 950 606
Dr. Lang, Bunsoh 04835 / 553
Dr. Wötzel, Nordhastedt 04804 / 218
Dr. Joachim Klatt, Schafstedt 04805 / 376


Apotheken
Brutkamp 1081
Elisabeth 383+384


Krankentransport 0481 / 19 222
Rettungsdienst, Erste Hilfe 0481 / 19 222


Krankenhäuser
Westküstenklinikum (WKK), Esmarchstr. 50, 25746 Heide 0481 / 7850
Wkk Brunsbüttel, Delbrückstr. 2, 25541 Brunsbüttel 04852 / 980-0
Klinikum Itzehoe, Robert-Koch-Str. 2, 25524 Itzehoe 0 48 21 / 7 72-0
Krankenhaus Rendsburg, Lilienstr. 20-28, 24768 Rendsburg 04331 / 200 0
Universitätsklinikum Hbg-Eppendorf, Martinistr. 52, 20246 HH 040 / 42803-0
Universitätsklinikum S-H, Arnold-Heller-Str. 3, 24105 Kiel 0431 / 597-0


Zahnärzte
Hans W. Rhader 601
Dr. Claudia & Sven Krüger 380
Dr. D. Klink 95 195

Krankenkassen

AOK Schleswig-Holstein, Bütjestr. 10, 25704 Meldorf 04832 / 64-0
Barmer Ersatzkasse, Südermarkt 9, 25704 Meldorf 018500846450
IKK Schleswig-Holstein, Zingelstr. 50, 25704 Meldorf 04832 / 998-0


Taxen
Rohwedder 271
Strufe 400
Summan 950 440
Bendschneider 7362


EC-Karten-Sperre 0180 / 5 021 021


Abfallwirtschaft Dithmarschen 0481 / 85 500
ISR - Abholung von Kühlgeräten etc.

Fahrplan SHB Büsum-Heide/Albersdorf-Neumünster
04851 / 964411

(Download-Seite der SHB)
II. Schiedsamtsbezirk Albersdorf:
Zuständig für die Gemeinden Albersdorf, Arkebek, Bunsoh, Immenstedt, Offenbüttel, Osterrade, Schafstedt, Schrum, Tensbüttel-Röst und Wennbüttel.
Schiedsmann: Norbert Güldenberg, Mühlenstraße 26, 25767 Albersdorf
stellv. Schiedsfrau: Iris Peters, Waldstraße 5, 25767 Albersdorf.

Bürger- und Umwelttelefon Fragen, Anregungen oder Beschwerden email: info@dithmarschen.de 0481 / 97-1333
Sachverständige Schadensschätzer des Amtes Mitteldithmarschen
Wild- und Jagdschaden: Klaus-Peter Henningsen, Albersdorf
Schäden bei Forstsachen: Udo Englert, Welmbüttel